Sonntag, 28. Oktober 2012

Tod eines Dissidenten

Warum Alexander Litwinenko sterben musse
Alex Goldfarb, Marina Litwinenko, Hoffmann und Campe, 2007

Anfang November 2006 ließ sich der russische Dissident Alexander Litwinenko, der früher in den Diensten des KGB und der Nachfolgeorganisation FSB gestanden hatte, mit Vergiftungserscheinungen in ein Londoner Krankenhaus einweisen. In einer Sushi-Bar sei vermutlich ein Anschlag auf ihn verübt worden. Als sich sein Zustand in den folgenden Tagen rapide verschlechterte, nahm die Geschichte eine ernste Wendung. Die Mediziner, die zuerst davon ausgegangen waren, dass Thallium für den körperlichen Verfall des Patienten verantwortlich war, fanden erst wenige Stunden vor seinem Tod am 23. November 2006 Spuren der radioaktiven Substanz Polonium-210 in seinem Körper. Eine Rettung gab es nicht. Ein nachdenklich machender Tatsachenbericht und eine detaillierte Darstellung Russlands der letzten Jahren.