Alex Goldfarb, Marina Litwinenko, Hoffmann und Campe, 2007
Anfang November 2006 ließ sich der
russische Dissident Alexander Litwinenko, der früher in den Diensten des KGB
und der Nachfolgeorganisation FSB gestanden hatte, mit Vergiftungserscheinungen
in ein Londoner Krankenhaus einweisen. In einer Sushi-Bar sei vermutlich ein
Anschlag auf ihn verübt worden. Als sich sein Zustand in den folgenden Tagen
rapide verschlechterte, nahm die Geschichte eine ernste Wendung. Die Mediziner,
die zuerst davon ausgegangen waren, dass Thallium für den körperlichen Verfall
des Patienten verantwortlich war, fanden erst wenige Stunden vor seinem Tod am
23. November 2006 Spuren der radioaktiven Substanz Polonium-210 in seinem
Körper. Eine Rettung gab es nicht. Ein nachdenklich machender Tatsachenbericht und eine detaillierte Darstellung Russlands der letzten Jahren.
