Die Weltbevölkerung wird im Jahr 2050
auf 9 Milliarden Menschen angewachsen sein - die meisten davon Asiaten. Was würde
geschehen, wenn alle Menschen Asiens nach westlichem Lebensstandard streben und
diesen auch erreichen würden? Wäre unser Planet überhaupt noch bewohnbar?
Chandran Nair beschreibt den rasanten Aufstieg Indiens, Chinas, Japans und
Südostasiens als globale Wirtschaftsmächte und das Dilemma, das damit verbunden
ist. Fraglos wäre es gerecht, wenn sich Asien denselben Luxus hemmungslosen
Konsums leisten dürfte wie der Westen. Für das globale Ökosystem zöge das
jedoch dramatische Konsequenzen nach sich: rasante Klimaveränderungen und
verheerende Naturkatastrophen wären unausweichlich. Chandran Nair begnügt sich
nicht mit der Analyse der Situation, er wagt die Vision einer wünschenswerten
Zukunft und entwickelt realistische Lösungsvorschläge auf den gebieten Wirtschaftswachstum,
Konsum, Eigentum, Finanzarchitektur, Besteuerung, Arbeit und Leben. Seine
überraschende These lautet: gerade weil Asien dem westlichen Vorbild nicht
folgen darf, besitzt es das Potenzial, den Kapitalismus neu zu erfinden und ihm
ein nachhaltiges Gesicht zu geben. Für jeden erkennbar neigt sich die
amerikanisch-europäische Dominanz ihrem Ende zu. Wir sollten daher einer
visionären Stimme aus Asien Gehör schenken.
