Harald Lesch, Herder, 2020
Gibt es eine perfekte Gesellschaft? Nein. Aber in welcher Gesellschaft wollen wir leben – vor allem, wenn es schwierig wird? Helfen da Physik, Mathematik oder die Wirtschaft? Harald Lesch und Thomas Schwartz analysieren mit Scharfsinn und Witz, welche Missstände und Fehlentwicklungen uns beschäftigen. Viel wichtiger aber: Sie begnügen sich nicht mit Krisen-Gejammer, sie wollen mehr. Ihre Schlüsse sind wissenschaftlich präzise, sie entlarven Verschwörungstheorien und Vorurteile, und stellen konkrete Forderungen, an Politik, Wirtschaft und jeden einzelnen. Pointiert und vor allem kreativ erklären Lesch und Schwartz, weshalb das Dorf-Prinzip hilft, singen das Lob der Grenze und lassen eine Freiheit fühlen, die Dialekt spricht und Raum gibt. Ein faszinierendes und bahnbrechendes Buch – ein Buch so unberechenbar wie das Leben.
Wieso können wir auf dieses Buch verzichten:
Ein mühseliger Versuch ohne Inhalt einen Bestseller zu schreiben. Die 4-5 Erkenntnisse der Autoren, obwohl berechtigt, sind weder neu noch revolutionär. Was in einer Seite aufgelistet werden kann wird über zig philosophische Runden mühsam an die Oberfläche gespült. Ein Problem vieler dieser Bücher, einseitiges Buch lässt sich schlecht verkaufen. Also wird es umständlich auf die minimal Zahl aufgeblasen.
