Freitag, 4. Mai 2018

In der mittleren Ebene

Frank Jakubzik, Suhrkamp Verlag, 2016

Alles beginnt mit einem ebenso allgegenwärtigen wie zumeist überhörten Stöhnen: Die Mitarbeiter in der »mittleren Ebene« des IT-Konzerns McWorthy leiden still unter den Zumutungen ihres Jobs. Nie können sie sicher sein, wo sie sich befinden und wohin sie unterwegs sind (oder sein sollten). Letztes Mittel der Selbstbewahrung: die Flucht ins Irrationale. Das Upgrade in die First Class wird zum Lebenszweck; die Opferung eines USB-Sticks zum Karriere-Boost, der eigene Unfalltod im geliebten Cabrio zum irgendwie erleichternden Wunschtraum.
Mit allen möglichen Einbildungen und Fiktionen versuchen die Figuren dieser Erzählungen, sich das Arbeitsleben erträglich zu machen, oder überwinden sich zu neuen Verbiegungen und Unterwerfungen. Unausgesprochen steht hinter allem die Frage: Warum haltet ihr das alles aus?

Persönliches Fazit:
Ein gescheiterter Versuch literarisch die Welt des Middle Managements zu beschreiben.
Keine Geschichte ist gut, und kein Sinn zu erkennen. Der unsägliche Anlauf eines ehemaligen Übersetzers jetzt auch echt schreiben zu wollen. Nur Sätze formen reicht nicht, erzählen muss man können.