Andrew Feinstein, Hoffmann und Campe, 2012
Bei ihren Einsätzen gegen Gaddafi mussten
die NATO-Streitkräfte nicht nur russische Waffen zerstören, sondern auch
Kriegsausrüstung, die unter anderem Deutschland dem Diktator verkauft hatte.
Das sind seltene Momente, schreibt Feinstein, in denen eine Schattenwelt zutage
tritt, die sich sonst der öffentlichen
Kontrolle entzieht: ein globales Netz, dazu
geschaffen, das ganz große Geld zu machen - auf Kosten von Leben, Sicherheit
und Demokratie. An diesem Geschäft mit dem Tod beteiligen sich neben Akteuren
aus den USA, Russland, China oder dem Nahen Osten auch Kriegsprofiteure aus
EU-Staaten wie Deutschland, dem drittgrößten Waffenexporteur der Welt. Ein
Buch, das in seiner Aktualität schockiert.
