Dan Ariely, Doremer/Kanaur, 2012
Abends lügen wir häufiger, weil zunehmende
Erschöpfung unser Wertesystem untergräbt. Und weshalb kann Schwindeln
ansteckend sein? Warum neigen kreative Menschen eher zum Lügen? Und wieso
mogeln wir besonders gern, wenn andere davon profitieren? Lüge, Flunkern und
Trickserei sind Teil unseres Wesens. Ob im Beruf oder im Privatleben:
Tagtäglich täuschen wir unsere Mitmenschen. Erstaunlich ist allerdings, dass
wir weit weniger lügen, als wir könnten, ohne dabei ertappt zu werden. Dan
Ariely eröffnet eine völlig neue Sichtweise auf unser Verhalten und zeigt,
warum wir trotz aller lockenden Vorteile keine notorischen Falschspieler sind.
Unbewusst schummeln wir immer nur ein bisschen, um unsere Integrität zu
bewahren. Denn wichtiger als der in Aussicht stehende Gewinn ist ein positives
Selbstbild: Jeder will sich als ehrlichen Menschen sehen und präsentieren. Mit
vielen verblüffenden Beispielen verdeutlicht Ariely unseren flexiblen Umgang
mit der Wahrheit und die raffinierten Spielarten des Selbstbetrugs.
