Barbara Tuchmann, Fischer Taschenbuch, 2012
Barbara Tuchman untersucht die vielleicht
faszinierendste Paradoxie der Geschichte: die Verwirklichung einer Politik, die
dem Eigeninteresse der Regierenden entgegensteht. Sie führt den Leser an vier
entscheidende Schauplätze. Der erste ist der Trojanische Krieg. Die sechs
Jahrzehnte päpstlicher Torheiten stellt sie im zweiten Abschnitt vor:
Korruption, Amoral und Machthunger, die hochmütige Nichtachtung aller Proteste
und Klagen, die zum Protestantismus und zu den Religionskriegen führten. Im
dritten Kapitel erzählt sie, wie Georg III. und seine Regierung die Beziehungen
zu den Siedlern in den amerikanischen Kolonien zerstörten. Und schließlich
analysiert sie Amerikas Verwicklung in Vietnam - von Franklin D. Roosevelts
zögernder Unterstützung des französischen Kolonialismus in Indochina über die
unsinnige Domino-Theorie bis zu Lyndon B. Johnsons törichtem Bestehen auf einem
militärischen Sieg und der kaum verhüllten Niederlage der USA.
